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Ausbildung zum/zur Schreiner*/Tischler*in
Der Beruf des Schreiners gehört seit jeher zu den beliebtesten Ausbildungsberufen im gestaltenden Handwerk. Die Ausbildung geht über 3 Jahre, unter bestimmten Voraussetzungen kann auf 2 Jahre verkürzt werden. Die Vergütung reicht aktuell (Stand 2024) von 800.- € im ersten bis 1.000.- € im dritten Lehrjahr. Die Ausbildung basiert auf dem dualen System. Theoretische Grundlagen werden in der Berufsschule vermittelt, in der betrieblichen Arbeit vertieft und in die Praxis umgesetzt. Ergänzt wird der praktische Teil durch überbetriebliche Lehrgänge, etwa durch den Einführungslehrgang, durch Kurse zum sicheren Umgang mit Holzbearbeitungsmaschinen, Lehrgänge, in denen klassische Holzverbindungen oder Techniken zur Oberflächenbehandlung vermittelt und geübt werden. Voraussetzung für die Aufnahme einer Ausbildung ist der Schulabschluß, Bewerber*innen mit mittlerem oder höherem Bildungsabschluß werden bevorzugt eingestellt. Bestimmte Charaktereigenschaften und Fähigkeiten tragen zum Gelingen der Ausbildung bei. Zu nennen sind hier etwa - Konzentrationsfähigkeit - Achtsamkeit - Durchhaltevermögen - räumliches Vorstellungsvermögen - Verständnis für technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge - Feinmotorische Veranlagung - Kreativität und Interesse an Gestaltung - Freude am Arbeiten mit dem faszinierenden Werkstoff Holz - Teamfähigkeit. Viele Unternehmen bieten Schulpraktika an, eine sinnvolle Möglichkeit, erste Eindrücke zur Berufswahl zu gewinnen. Zur Hälfte der Lehrzeit steht die Zwischenprüfung an. Hier erhalten die Auszubildenden ein Feedback zum Stand ihrer bis dahin erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil - der Arbeitsprobe. Dabei fertigen die Prüflinge ein vorgegebenes Werkstück in einer festgelegten Zeit an. In die Bewertung fließen Sauberkeit und Genauigkeit der Ausführung unter Einhaltung des Zeitlimits ein. Die Ausbildung endet mit der Facharbeiter- oder Gesellenprüfung. Diese beinhaltet wie die Zwischenprüfung einen Theorieteil und die Arbeitsprobe. Dazu kommt als Highlight zum Ende der Ausbildung die Anfertigung des Gesellenstücks. Die Prüflinge entwerfen in Eigenregie ein Möbel oder Gebrauchsgegenstand, den sie dann - je nach Bundesland innerhalb von zwei Wochen im Ausbildungsbetrieb ausarbeiten. Neben der präzisen handwerklichen Ausführung fließt hier auch die Entwurfsqualität in die Bewertung ein. Besonders gelungene Gesellenstücke werden ausgezeichnet, etwa mit dem Preis für DIE GUTE FORM. Mit Bestehen der Gesellenprüfung erhalten die Teilnehmer*innen den Facharbeiter- oder Gesellenbrief. Darauf aufbauend lassen sich weitere Karriereschritte planen, etwa die klassische Meister- oder Technikerausbildung, die zur Führung eines eigenen Unternehmens berechtigt. Artverwandte Studiengänge wie Ingenieurswissenschaften oder Betriebswirtschaft, Innenarchitektur oder Architektur sind weitere beliebte Optionen. So startete etwa Pritzker-Preis Träger Peter Zumthor (Therme Vals, Kunsthaus Bregenz, Kolumba Köln) seine Karriere mit einer Schreinerlehre.